Apokalyptische Körper









Apokalyptische Körper, Apocalyptic Bodies, Collage, Series of 40, 40 x 30 cm, 2003
Pascal Häusermann arbeitet mit Materialien und Techniken, die gemeinhin mit einem männlichen Künstlerbild in Verbindung gebracht werden: Stein, Schrift, Gravur, Skulptur. Dabei unterläuft er die martialischen Klischees männlich konnotierter Materialien und Statements mit der ironischen Aneignung von Werbemantras („We are designed to be different“) oder bekannter Marketing-Motive. In der Collagen-Serie Apokalyptische Körper, 2003 setzt Häusermann Körperfragmente zu fantastischen Wesen zusammen, die gleichzeitig Innen- und Aussenansichten gewähren. Das apokalyptische Trauma eines aus fremden, ja unbekannten Teilen bestehenden Körpers provoziert dabei eine beunruhigende Frage: Um welche Spezies handelt es sich eigentlich? Die grosse Ernüchterung, 2005 bringt dagegen eine Ikone männlichen Selbstbewusstseins in Verlegenheit: den Denker. Eine sitzende Figur verwaltet mit erschreckender Nüchternheit die Sprache des Pragmatismus: wir befinden uns ganz auf dem Boden der Tatsachen, ernüchtert und enthauptet.